Blended-Learning aus dem didaktischen Blickwinkel

OpenOLAT, Moodle oder andere Systeme zur Unterstützung von Präsenzlehre im Rahmen von Blended- oder E-Learning klingen zunächst sehr technisch. Doch kein Lernmanagementsystem kann sinnvoll angewendet werden, wenn es nicht systematisch in die jeweiligen Lehr-/Lernkonzepte der Professorinnen und Professoren und Lehrbeauftragten integriert ist.

Auch in größeren Veranstaltungen kann Blended-Learning das Lernen aktiv unterstützen und didaktische, organisationale und soziale Lehr- und Lernprozese verzahnen. Folgende Funktionen kann das Angebot von Blended-Learning und die Nutzung von OpenOLAT erreichen:

  • Bereitstellung von Lernmaterialien,
  • Verzahnung von Präsenzlehre und Selbststudium,
  • Begleitung des Selbststudiums auch bei größeren Gruppen,
  • Vorbereitung von Präsenzlehre mit / von den Studierenden,
  • Orts- und zeitunabhängige Bereitstellung von Lernmaterialien,
  • Kommunikationsplattform mit den Studierenden (Mitteilungen, E-Mail),
  • Archivierungsfunktion und Transparenz für Lehrende und Studierende,
  • Zeitersparnis für Lehrende und Studierende durch die Nutzung einer einheitlichen Plattform und die Kommunikation über diese,
  • Organisation von Gruppenarbeiten über die Plattform (mit/ohne Lehrende).

Wenn man Merkmale von Lernprozessen betrachtet, sind u.a. folgende Punkte von Bedeutung: Die Berücksichtigung von Vorerfahrungen, die Übernahme von Steuerung und Kontrolle im Lernprozess durch die Lernenden und hiermit verbunden die aktive Beteiligung der Lernenden und die interaktive Gestaltung der Lehre.

Um eine aktivierende und die Studierende intensiv einbeziehende Lehre realisieren zu können, wandelt sich auch die Rolle der Lehrenden. Dozierende sind auch Unterstützer und Coaches und sollten die Lernenden bei der bewussten Gestaltung und Kontrolle der Lernprozesse unterstützen. Dieser Rollenwechsel bedeutet aber auch einen Mehraufwand durch erhöhte Interaktion, aktive Partizipation sowie individuelle Rückmeldungen. Auch für Studierende bedeuten neue Lehr- und Lernkonzepte Herausforderungen, verändert es doch die gewohnten Lernformen und dahingehend auch die Auffassung von Studieren. Möchten Lehrende verstärkt aktivierende Lehr-/Lernszenarien forcieren, können diese in Teilen durch eLearning oder Blended Learning ressourcenschonend und qualitativ hochwertig unterstützt werden.

Folgendes können Blended Learning und E-learning Anwendung (z.B. OpenOLAT) im Rahmen der genannten lerntheoretischen Hintergründe leisten:

  • Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten schaffen,
  • Lernfortschritt unterstützen,
  • aktives, selbst gesteuertes Lernen unterstützen,
  • Input und Lernprozess angemessen kombinieren.

Am folgenden Beispiel soll verdeutlicht werden, wie Elemente aus einer E-Learning-Plattform Lehren und Lernen unterstützen können:

Schematische Darstellung, wie Lehren und Lernen durch E-Learing unterstützt werden kann.

Abbildung: Unterstützung von Präsenzlehre und Nutzung einer E-Learning Plattform/Eigene Darstellung. Quelle: Jahnke, Isa: Digitale Didaktik. Eine Anleitung zum Einsatz von Web 2.0 & Co. in der Lehre. In: Berendt, B./Szczyrba, B./Wildt, J.: Neues Handbuch Hochschullehre. Berlin.

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