Diversity Management & Vielfalt der Studierenden

Diversity Management

Diversity“ oder „Diversität“ bedeutet Vielfalt und beschreibt schlicht sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen Menschen. Man unterscheidet in sichtbare (z.B. Geschlecht, Nationalität, Alter, etc.) und nicht-sichtbare (Persönlichkeit, Werte, Religion, sexuelle Orientierung, Wissen und Fertigkeiten in Bezug auf Bildung, Sprachen, sozio-ökonomischer Status etc.) Diversitätsmerkmale. Ein ganzheitliches Diversity Verständnis impliziert einen intersektionalen Ansatz. Dies bedeutet, dass die Wechselbeziehungen von Dimensionen in Bezug auf soziale Ungleichheiten in den Blick genommen und nicht isoliert voreinander analysiert werden (intersections=Überschneidungen, Wechselverhältnisse).
Der „Diversity Management“-Ansatz stammt ursprünglich aus der Unternehmenslandschaft und ist ein Organisationskonzept, das ursprünglich aus den Empowermentsbewegungen in den 50er, 60er und 70er Jahren in den USA entstand und in Deutschland Mitte der 1990er Jahre in der Literatur und Forschung aufkam. Es handelt sich um ein Managementkonzept, bei dem Vielfalt nicht als potenzieller Konfliktherd, sondern als Ressource verstanden wird. Eine größtmögliche menschliche Vielfalt soll gefördert werden, um Zugriff auf ihre vielfältigen Erfahrungen, Fähigkeiten und Potenziale zu haben.
Gerade im Bildungsbereich steht das Diversity-Konzept eng in Verbindung mit dem Inklusionsgedanken. In Deutschland im Bereich Pädagogik wird Inklusion als die Ermöglichung sozialer Teilhabe an einer Gruppe gerade durch Wahrnehmung und Wertschätzung von Verschiedenartigkeiten und Differenzen verstanden. Dementsprechend impliziert der Diversitätsbegriff auch den Inklusionsgedanken, und zwar die Anerkennung gesellschaftlicher Vielfalt und Individualität. Die geführten Debatten um die Implementierung von Inklusion, insbesondere im Bildungsbereich, haben dazu geführt, dass der Begriff zumeist ausschließlich auf Behinderung bezogen wird. Grundsätzlich ist Inklusion aber ein Menschenrecht, das für alle gelten soll.  Das Ziel von Inklusion besteht darin, strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, die benachteiligende Ausgangslagen ausgleichen können und  Partizipation ermöglichen.
Im Leitbild der Hochschule Ludwigshafen ist der Gedanke von Vielfalt als Leitprinzip verankert und die Hochschule hat sich auf den Weg gemacht Diversity Management als strategisches Handlungsfeld in den Hochschulalltag zu implementieren, um allen Hochschulmitgliedern gleiche Chancen zu bieten und um alle Bildungsressourcen bzw. Potenziale ausschöpfen zu können.

Vielfalt der Studierenden
Die Studieneingangsbefragung der Hochschule Ludwigshafen 2014/2015 zeigt, dass die Studierendengruppen sich nicht nur entlang der klassischen Diversitätsmerkmalen unterscheiden. Neben den sichtbaren Diversitätsmerkmalen, wie Alter, Geschlecht, soziale bzw. ethnische Herkunft und körperliche Einschränkungen, spielen für die Integration des Individuums in das soziale Gefüge der Hochschule auch nicht-sichtbare Merkmale, wie Bildungsziele, Motivation sowie Erfahrungen, Fähigkeiten, Kenntnisse und Lebensstile eine entscheidende Rolle. Dies verdeutlicht die Komplexität von Vielfalt, mit denen die Lehrenden täglich konfrontiert sind. Zur Vermeidung von Vorschnellem Kategorisieren („Schubladendenken“ / „Stereotypenfalle“) und zur optimalen Nutzung von Bildungsressourcen ist eine diversitätsgerechte Lehre und Beratung notwendig. Die nachfolgenden Inhalte und Downloads sollen den Lehrenden und Hochschulmitgliedern die Möglichkeit bieten, sich mit allgemeinen Fakten zu Vorurteilen über Studierendengruppen und insbesondere mit der Vielfalt der Studierenden an der eigenen Hochschule auseinanderzusetzen, um die Hintergründe von Diversität und deren Komplexität besser durchleuchten zu können.

Viel Spaß beim Stöbern in den Steckbriefen zu verschiedenen Studierendengruppen!

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Studentinnen

Diversity Management

DiM an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein