Studienprofil

Integration von Marketing und Management-Know-How

Mit der zunehmenden Dynamik der internationalen Märkte und ihren vielfältigen globalen Verflechtungen steigen die Anforderungen an das Management von Märkten, Kunden, Wettbewerbsvorteilen, Produkten, Innovationen und Marken, des Vertriebs, der Kommunikation, des Sponsoring und der Marktforschung – typische Felder des Marketing. Es steht außer Frage, dass diese Marketingbereiche mit vielen betrieblichen Fragestellungen vernetzt sind. Der entscheidungsorientierte Umgang mit solchen meist hochkomplexen Fragestellungen verlangt eine systematische und fundierte Fach- und Management-Ausbildung im Marketing. Darauf und auf den Aufbau und die Stärkung von Fach-, Management- und Führungskompetenz im Marketing hat sich das Masterprogramm IMM durch gezielte Integration von Marketing- und Management-Know-How ausgerichtet. Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen die folgenden Bereiche:

  • Marketingforschung: Für die Fundierung von Marketingentscheidungen ist die Kenntnis der Marktbedürfnisse und des Verhaltens der Marktteilnehmer von zentraler Bedeutung. Aufgabe der Marketingforschung ist es, diese Bedürfnisse zu antizipieren, Marktverhalten zu messen und es in einen Zusammenhang zu den Businessentscheidungen zu setzen. Das Masterprogramm legt Wert auf eine solide quantitative Orientierung und auf die Darstellung von Praxisbeispielen.
  • Entwicklung von Marketing-Strategien und Business-Plänen: Auf Basis fundierter Erkenntnisse der Marketingforschung sind Marketingstrategien zu entwickeln und in Geschäftsplänen zur betriebswirtschaftlichen Absicherung von Chancen und Risiken schriftlich zu fixieren. Dabei spielt auch das Marketing-Controlling eine wesentliche Rolle. Das Masterprogramm verlangt von den Studierenden anhand konkreter Fälle die Erarbeitung von Strategieoptionen und die begründete Entscheidung für eine Erfolg versprechende Option.
  • Umsetzung der Strategien in Business Marketing: Marketing-Strategien sind in operatives Handeln, in konsistente Aktionsprogramme umzusetzen. Dabei geht es zum einen um die Spezifizierung der Inhalte und zum anderen um die Anpassung der Unternehmenspotentiale. Die strategischen und operativen Marketingpläne sind so zu verknüpfen, dass ein konsistenter auf die Unternehmensstrategie ausgerichteter Einsatz der Marketing-Instrumente erreicht wird. Aspekte des Marketing-Mix-Controlling sind von Bedeutung.
  • Internationale Entscheidungen der Unternehmensführung und Internationale Managementkompetenz: Marketingentscheidungen erfordern in der Regel nachgelagerte Entscheidungen auf den Ebenen Unternehmenskultur, Systeme und Strukturen. Ihre Anpassung an das Marketing-Konzept ist eine Management-Aufgabe, z.B. Standortverlagerung ins Ausland oder strategischer Ländermix. Im internationalen Kontext haben sie eine besondere Tragweite, da sie schwer zu revidieren sind und fremde Kulturbereiche betreffen. Diese Aspekte werden vom Masterprogramm in expliziten Modulen und integrativ in anderen Modulen aufgegriffen.

Ganzheitliches Marketing statt partielle Funktionslehre


Häufig werden mit dem Begriff "Marketing" die beiden Marketingfunktionen Werbung und Verkaufsförderung gleichgesetzt. Das greift zu kurz, hat sich doch Marketing von der betrieblichen Absatz-Funktion zu einem Leitkonzept der Unternehmensführung entwickelt. Kunden-, Markt- und Stakeholderorientierung stellen die zentralen Maximen dieses ganzheitlichen Managementansatzes dar. Er verlangt die konsequente Orientierung aller Unternehmenstätigkeiten am Markt.

Marktorientierte Unternehmensführung bedeutet, in Kunden- und Wettbewerbsvorteilen denken. Im internationalen Geschäft stellt das eine besondere Herausforderung dar. Häufig geht es dabei darum, sich schnell methodisch und systematisch in Neues, Unbekanntes einzuarbeiten, Kundenbedürfnisse und Kundenprobleme zu erkennen und zu lösen, Markttrends zu erfassen, zu bewerten und in Marketingentscheidungen umzusetzen. Dabei gilt es, die interdependenten Auswirkungen dieser Entscheidungen über den Einzelfall hinaus mit zu bedenken und zu berücksichtigen. Es liegt auf der Hand, dass hierfür rein funktionales Denken und Handeln nicht ausreicht, sondern abstrakte Fähigkeiten und Denken in vernetzten Strukturen, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollkompetenzen erforderlich sind.

Das Masterprogramm IMM fokussiert daher nicht einzelne Marketingbereiche sondern stellt die Vielfalt des Marketing-Management in den Zusammenhang der marktorientierten Unternehmensführung.

Praxisbezug, konsequente Fallstudien- und Eigenarbeit

Ein wesentliches Prinzip des Masterstudiengangs IMM stellt die Praxisorientierung dar. Neben dem Input zur Vermittlung der notwendigen Fachkenntnisse spielt die Bearbeitung von Fallstudien in Gruppen eine wichtige Rolle, um die anwendungsbezogene Umsetzung des Gelernten aber auch Sozialkompetenz und Managementfähigkeiten zu fördern. Der Anwendungsbezug ist durch fünf Säulen gewährleistet:

  • Ausrichtung der Lerninhalte und Lernergebnisse an den Erfordernissen des Berufsfelds
  • Hoher Übungs- und Fallstudienanteil mit berufspraktischen Fragen und Problemstellungen
  • Mindestens fünfjährige berufspraktische Erfahrungen der Dozenten im beruflichen Werdegang
  • Permanenter Austausch mit Unternehmen im Rahmen von Praxisprojekten
  • Anwendungsorientierte Forschung in Forschungsinstituten des Fachbereichs

Die Erfahrungen und die Ergebnisse der von den Dozent/innen durchgeführten Forschungsprojekte fließen in die Ausbildung mit ein. Die Forschungsinstitute des Fachbereichs spielen hierfür eine zentrale Rolle. Sie bieten den Studierenden während ihres Studiums die Möglichkeit, an konkreten anwendungsorientierten Forschungsprojekten mitzuarbeiten, das im Masterprogramm Gelernte anzuwenden und zu vertiefen.

Vorlesungen und Case Studies in englischer Sprache

Die Module des Masterprogramms haben eine ausdrückliche internationale Schwerpunktbildung. Internationalität setzt Sprachkompetenz voraus. Deshalb wird die internationale Ausrichtung auch dadurch gefördert, dass ein Teil der Lehrveranstaltungen und Seminare englischsprachig stattfindet.

Die Studierenden sollen in Vorträgen und Diskussion fachspezifische Termini lernen, vor allem aber den ungezwungenen Umgang mit der Fremdsprache üben und die Scheu vor ihrer Anwendung verlieren. Auf keinen Fall geht es um eine Sprachausbildung zum „native Speaker“, immer stehen die fachlichen Inhalte im Fokus.

Ein wesentliches Leistungsmerkmal sind die Case Studies in englischer Sprache. Die Studierenden gewinnen Kompetenzen, die aus der Fallstudiensituation über Unternehmens-, Branchen-, Markt- und Ländergrenzen hinweg übertragen werden können. Er kann Rückschlüsse für seine ebenfalls spezifische Erfahrungswelt in der beruflichen Praxis ziehen.

Obligatorisches Auslandsstudien- oder Praxissemester


Im dritten Semester sollen die Studierenden in ausländischen Hochschulen oder in Unternehmensprojekten ihr Wissen und ihre Kenntnisse erweitern und vertiefen und sie sollen neue Erfahrungen gewinnen. Unter den folgenden Möglichkeiten ist eine wählbar:

  • Auslandssemester an einer Partnerhochschule: Dort sollen Veranstaltungen belegt werden, die im Master-Studiengang nicht angeboten werden, die aber eine synergetische Ergänzung darstellen (Nachweis der Partnerhochschule erforderlich).
  • Praxissemester in einem ausländischen Unternehmen oder einer ausländischen Tochter eines inländischen Unternehmens: Erforderlich ist eine begleitende Praxisarbeit, welche die Bearbeitung einer innerbetrieblichen Problemstellung aus dem Marketing umfasst.
  • Praxissemester in einem deutschen Unternehmen: Erforderlich ist eine begleitende Praxisarbeit, welche die Bearbeitung einer innerbetrieblichen Problemstellung aus dem internationalen Marketing umfasst (internationaler Bezug ist obligatorisch).

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