Cool Japan Sommerschule in Tokyo 2012

1
2
3
4
5
6
7
8
10
11
12
13

Ein Bericht von Yvonne Eschenbacher

No. 43 Regular Fortune
* Your request will be granted.
* The lost article will be hard to find out.
* To start a trip is all safe.

An einem heißen Sommertag im letzten Jahr stand ich neben dieser Frau in einem Shinto-Schrein in Asakusa und las gespannt die Botschaft auf meinem eigenen O-mikuji-Zettel. Mir sollte also – wie oben zitiert - gewöhnliches Glück im Leben widerfahren. Wenn ich auf meine Erfahrungen in Japan zurückblicke, kann ich behaupten, dass meine Reisezeit zwar wirklich sehr glücklich, aber alles andere als gewöhnlich war!

Durch eine E-Mail der Hochschule wurde ich auf das englischsprachige „Cool Japan Summer School Program“ aufmerksam gemacht. Nachdem ich eine Zusage erhalten hatte, unterstützten mich besonders Frau Page und Herr Prof. Dr. Krieger dabei, eine Promos-Förderung des DAADs zu erlangen. So konnte ich vom 09. – 20. Juli 2012 am Programm der Meiji Universität teilnehmen.

Ich habe die Sommerschule wirklich freudig erwartet, denn es war von Beginn an offensichtlich, dass die OrganisatorInnen viel Zeit und Energie in die Vorbereitungen investiert haben. Dies zeigte sich auch schon vor der Abreise durch den zuvorkommenden, hilfreichen Emailkontakt mit allen TeilnehmerInnen. Die anderen neun Studierenden in der Sommerschule kamen aus China, Hong Kong, Malaysia, Singapur, Brasilien und den USA.

Während des Programms fanden spannende Vorlesungen mit ausgewählten Experten statt, welche viele Informationen zu unterschiedlichen Aspekten des traditionellen und modernen Japan zur Verfügung stellten, wobei sich die TeilnehmerInnen stets mit eigenen Fragen und Anmerkungen einbringen konnten. Dieser Input wurde in und durch verschiedene Exkursionen hervorragend ergänzt, welche ebenfalls durch Spezialisten begleitet wurden. So konnte Lernen eine persönliche Erfahrung und sogar eine Herausforderung sein. Bei allen Aktivitäten war stets bemerkbar, dass die AnbieterInnen über viel Wissen verfügten und eine große Leidenschaft für die japanische Kultur haben. Begebenheiten und Verhältnisse wurden von ihnen aber auch stets kritisch reflektiert.

Auch ohne über Vorkenntnisse über Japan zu verfügen, waren die Inhalte leicht zugänglich und verständlich. Das Programm war so vielseitig, dass wirklich alle TeilnehmerInnen mit ihren ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Vorlieben voll auf ihre Kosten kamen: Die Manga-und-Anime-Liebhaber, die Gamer und Otakus, die Sushi-Esser, die Tempel-Bewunderer, die Umweltschützer, die Mode-Fanatiker und kreativen Geschenke-Verpacker.

Die Lage der Meiji Universität im Herzen Tokios erwies sich dabei als ideal – und zwar nicht nur, weil die Mensa im 17. Stock einen ziemlich beeindruckenden Ausblick bietet. Es gibt in dieser gigantischen Stadt unglaublich viel zu sehen und wir haben gemeinsam aufregende Exkursionen gemacht. So gingen wir zum Beispiel nach Akihabara zum Erkunden der Electric City, nach Asakusa zum Sushi Herstellen und nach Harajuku zum Shoppen. Wir haben bei Stadtspaziergängen moderne Architektur betrachtet und natürlich auch noch den Roboter Asimo bei einer Aufführung besucht. Studierende der Meiji Universität haben uns auch zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten eingeladen, worauf viele gerne eingingen. Es war  spannend und vor allem das Karaoke Singen und die Wanderungen durch die schier endlosen Gaming-Arkaden waren Erfahrungen eigener Art.

Höhepunkte in Kyoto waren vor allem die Übernachtung in einem Tempelgästehaus mit typischem Essen und die Teilnahme an der Andacht im Ninna-ji Tempel, welcher Weltkulturerbe und gewöhnlichen Besuchern nicht zugänglich ist. Nach einer Führung durch die wunderschöne Stadt tranken wir Tee, welcher für uns in einer traditionellen Teezeremonie zubereitet wurde, und meditierten anschließend mit einem buddhistischen Mönch.

Die zwei Wochen Sommerschule waren so gestaltet, dass wir einen sehr guten Einblick in die faszinierende, vielseitige und verwobene Kultur des vergangenen und gegenwärtigen Japans gewinnen konnten. Uns wurden auch Hinweise gegeben, welche Festivals (zum Beispiel Laternenfest) und lokale Events stattfinden würden. Es blieb jedoch stets genügend freie Zeit, die Städte selbst zu erkunden und seine eigenen besonderen Interessen zu verfolgen.

Meine Entdeckungsreise in Japan habe ich wirklich genossen und bin immer noch tief beeindruckt von den Dingen, die ich gesehen, erlebt und gelernt habe. Das besondere Bemühen der Menschen, starke Traditionen und moderne Innovationen zu vereinen, führt zu gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnissen in Japan, die mich sehr fasziniert haben, zahlreiche Fragen aufwarfen und mich immer wieder zum Nachdenken gebracht haben.

Im Kontakt mit den Menschen wurde mir nicht nur etwas über Japan  und dessen Kultur nahe gebracht, sondern ich habe auch viel über mich selbst gelernt. Beobachtungen und Begegnungen haben dazu geführt, dass ich mir noch intensiver meiner eigenen Herkunft bewusst wurde und deren Bedeutung für mich reflektiert habe. Dies halte ich auch für meinen Berufsalltag in der Sozialen Arbeit für sehr wichtig.

Ein Auslandsaufenthalt kann also schon deshalb empfohlen werden, weil er zu persönlicher Bereicherung und professioneller Entwicklung führen kann, da sowohl Wissen als auch Fähigkeiten erweitert werden können. Die Teilnahme an einer Sommerschule ist dabei auch eine sehr gute Möglichkeit, Einblicke in die Lehre an einer ausländischen Universität zu sammeln und sich intensiv mit jeweils speziellen Themen auseinanderzusetzen.

Die „Cool Japan“ Sommerschule möchte ich allen neugierigen StudentInnen empfehlen, die gerne zwei unvergessliche Wochen mit internationalen TeilnehmerInnen in Japan verbringen möchten und bereit sind für ein lehrreiches und abwechslungsreiches Programm, das vollgepackt ist mit neuen Erfahrungen, Inspirationen, grünem Tee und Dingen, von denen sie nicht mal wussten, dass sie existieren!

Wer Interesse daran hat, am „Cool Japan Summer School Program“ teilzunehmen, kann sich auf der Website der Meiji Universität informieren und sich bei Fragen auch gerne an mich wenden (Emailadresse über Herrn Prof. Dr. Krieger).

Kontakte

Ilse Page, MA

Frau Ilse Page
stellvertr. Leiterin Bereich Internationale Angelegenheiten
Zulassungsverfahren
Mobilität outgoing
Stipendienprogramme

Ernst-Boehe-Straße 4
D-67059 Ludwigshafen

A 202

+49 (0) 621/5203-275

ilse.page@remove-this.hs-lu.de

Herr Wolfgang Krieger

Herr Prof. Dr. Wolfgang Krieger

Maxstraße 29
67059 Ludwigshafen

 M125
+49 (0) 621/5203-539
+49 (0) 621/5203-569
wolfgang.krieger@remove-this.hs-lu.de