Nachruf auf Prof. Dr. jur. Freitag

Nachruf auf Prof. i. K. Dr. jur. Hans Otto Freitag

Am 3. April 2018 ist Prof. i. K. Dr. jur. Hans Otto Freitag im Alter von 73 Jahren in Witten überraschend verstorben.
Hans Otto – oder Hanno, wie er liebevoll im Kollegium genannt wurde – Freitag studierte ab 1964 in Frankfurt am Main, Bonn und Bochum Rechtswissenschaften und legte im Jahr 1969 die erste juristische Staatsprüfung ab. Es folgte das Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm, das er Mitte 1974 mit der zweiten juristischen Staatsprüfung abschloss. Während dieser gesamten Zeit war er als wissenschaftliche Hilfskraft an der Ruhr-Universität in Bochum tätig. Hier arbeitete er dann auch im Anschluss an sein Referendariat bis November 1981 als wissenschaftlicher Assistent und studierte Philosophie. Schon im Februar 1976 promovierte er mit einer rechtstheoretischen und verfassungsrechtlichen Untersuchung zum Gewohnheitsrecht. Seiner Zeit an der Universität Bochum folgten Stationen als Richter an den Sozialgerichten Duisburg (von 1981 bis 1984) und Dortmund (von 1984 bis 1985). Fast zehn Jahre war er ab Mai 1985 als städtischer Oberrechtsrat im Schuldienst Dozent am Westfälisch-Märkischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Dortmund.
Am 1. März 1995 trat Hans Otto Freitag in den Dienst der Evangelischen Kirche der Pfalz ein und wurde an die Evangelische Fachhochschule für Sozialwesen in Ludwigshafen am Rhein als Lehrender für das Fach Recht zugewiesen. Dort lehrte er als Professor im Kirchendienst fortan Jugend-, Familien- und Sozialverwaltungsrecht. Zusammen mit Hans Ebli leitete er zudem über einige Jahre hinweg den Studienschwerpunkt „Soziale Arbeit mit Familien“. Aber Hanno Freitag lehrte nicht nur, er war auch ein begeisterter Verfasser juristischer Literatur. Sein Lehrbuch zum Sozialhilferecht aus dem Jahre 1993 – vom Verlag untertreibend als „Grundriss“ bezeichnet – erweiterte er im Jahr 2005 auf die neu in Kraft getretenen Gesetze SGB II und SGB XII. Im Bochumer Kommentar zum Sozialgesetzbuch (Allgemeiner Teil) aus dem Jahre 1979 bearbeitete er die Mitwirkungspflichten gem. §§ 60 ff. SGB I. Sein schriftstellerisches Wirken setzte er auch nach dem Eintritt in den Ruhestand am 28. Februar 2010 fort. So machte er sich in einem Artikel aus dem Jahr 2017 Gedanken über die „Rechte künftiger Generationen und den Bestand sozialer Institutionen“.   
Besonders stolz war Hans Otto Freitag aber auf einen Umstand jenseits seiner beruflichen Vita: Er war bereits seit 1948 Mitglied des TSV Hordel, eines Stadtteils an der Nordgrenze von Bochum-Mitte zu Herne, für den er als Turner sogar den 5. Platz bei den Meisterschaften des Landesturnfestes erreichte.   
Prof. Dr. Hanno Freitag erfreute sich großer Beliebtheit im Kollegium und bei den Studierenden. Seine Vorlesungen waren wegen seiner großen Klarheit von den Studierenden geschätzt.  Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Tochter. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren

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