European Policy Statement (EPS)

European Policy Statement  der Hochschule Ludwigshafen am Rhein zum Antrag auf die

ERASMUS+ Charta für die Hochschulbildung 2014-2020

Als entwicklungsoffene Bildungseinrichtung wird die Hochschule Ludwigshafen von den an sie herangetragenen Herausforderungen wie der Erweiterung der Europäischen Union, der demographischen Entwicklung und anderen den Bildungsmarkt beeinflussenden Anforderungen Rechnung tragen. Der steigende Bedarf an qualitativ hoch gebildeten Hochschulabsolvent/inn/en mit europäischen und internationalen Kompetenzen bedeutet eine große Verantwortung und fordert ein eindeutiges Bekenntnis zu europäisch und international orientierter Kooperation mit Bildungseinrichtungen und Unternehmen, um die Qualität von Studieninhalten zu steigern und grenzüberschreitende Mobilität Studierender während und nach dem Studium zu sichern.

Die Öffnung von Studienoptionen für Studierende außerhalb der klassischen Hochschulzugangsprofile und die Schaffung weiterer dualer und berufsbegleitender Studiengänge sowie flexibler Fernstudiengänge erweitert die potentiellen Studierendenzielgruppen.  

Die bereits traditionelle intensive Zusammenarbeit mit den in der Metropolregion Rhein-Neckar ansässigen Unternehmen und Unternehmensverbänden bildet die Brücke zwischen den akademischen Ansprüchen eines Hochschulstudiums und den unternehmerischen Anforderungen um auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes gegenüber den Absolvent/inn/en einzugehen und deren Employability zu untermauern.

Mobilität während des Studiums bedeutet durch die internationale Komponente, den Erwerb interkultureller Kompetenzen, der Perfektionierung von Sprachkenntnissen und der individuellen Sensibilisierung immer eine Intensivierung von Lernqualität. Sind für Studierende in grundständigen Studiengängen bereits Mobilitätsfenster eingerichtet, gilt es, für Studierende in dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen Mobilitätshindernisse zu beseitigen und virtuelle Mobilität zu stärken durch die Anerkennung von an Partnerhochschulen abgehaltenen Vorlesungen, die über virtuelle Lernressourcen abgehalten werden. Ein innovatives Ziel ist die Schaffung offener Lehrsysteme über Länder-, Hochschul-  und Unternehmensgrenzen hinweg.

Die Anzahl der Lehrenden aus Unternehmen, vor allem aus dem Erasmus-Raum, wird erhöht, Studierende werden gezielt in internationale Unternehmensprojekte eingebunden und können auf diesem Weg anrechenbare Leistungspunkte erwerben. 

Transparenz der Vielfalt und der Leistung der Hochschule vereinfachen vor allem die europäische Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätssicherung in Form gemeinsamer Ansätze für die gegenseitige Anerkennung von Mehrfachabschlüssen oder netzwerkübergreifender Bildungsangebote.

Die bereits umgesetzte Einbindung von Stakeholdern in Entscheidungsprozesse der Hochschule erfährt durch die Option der Erweiterung dieses Kreises durch Vertreter/innen europäischer Partnerhochschulen, die auch innerhalb einer strategischen Partnerschaft aktiv sind, eine zusätzliche innovative Komponente.

Die Hochschule Ludwigshafen am Rhein bietet allen Studierenden die Option eines Auslandsstudiums bei größtmöglicher Anerkennung  von an den Partnerhochschulen erbrachten Leistungen, unabhängig von Studiengang und Studienfach. In mehreren Master-Studiengängen wurde mit der Reakkreditierung ein integriertes Auslandssemester festgeschrieben, was zur Erhöhung der absoluten Mobilitätszahlen im Lauf der letzten beiden akademischen Jahre geführt hat.  Der Anteil der innerhalb des Erasmus-Raumes mobilen Studierenden beträgt etwas mehr als 50 %,  im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Hochschule  wurde  die Stärkung und Ausweitung der europäischen Kooperationen   explizit benannt und gefordert, auch in Bezug auf intensivere Zusammenarbeit auf Forschungsebene.

Für SMP sind stetig steigende Outgoings-Zahlen zu verzeichnen. Immer mehr Studierende aus den dualen Studiengängen (z.B. Önologie und Weinbau) leisten ihre Pflichtpraktika im Ausland ab, die Nachfrage nach Praktika innerhalb von Europa und damit verbundener Förderung aus Erasmus ist dementsprechend hoch. Die Organisation von Praktikaplätzen erfolgt häufig in enger Absprache mit den europäischen Hochschulpartnern.  In den Studiengängen wird die Ableistung der Pflichtpraktika in europäischen Partnerländern explizit empfohlen.

Die Entwicklung der Mobilitätsaktivitäten in den Bereichen STA und STT sind der Größe der Hochschule angemessen, sollen aber weiterhin forciert werden.  Personalmobilität wird immer mehr zum Personalentwicklungsinstrument und durch konsequent angebotene für Mitarbeiter/innen kostenfreie Englisch-Kurse während der Arbeitszeit auch immer leichter umsetzbar.

Die Inhalte des EPS sind weiterhin gültig, auch wenn die Studierendenzahl an der Hochschule Ludwigshafen seit dessen Ersterstellung von 2700 auf 4500 gestiegen ist.   

Die Internationalisierungsstrategie  der  Hochschule Ludwigshafen bildet den Rahmen für Forschungs- und Transferaktivitäten in Kooperation mit europäischen und außereuropäischen Partnerinstitutionen. Forschungsprojekte der Hochschule werden gezielt zur Bildung eines klaren Profils im internationalen Kooperationsraum genutzt, Partnerinstitutionen werden in bestehende Projekte integriert oder neue Projekte werden in Kooperation durchgeführt.

Die konsequente Lenkung  von Ressourcen zur Synergieerzeugung zwischen den Bereichen Internationales und Forschung  steht klar im Vordergrund. Hochschulübergreifende Forschungsprojekte gemeinsam mit EU-Partner und Nicht-EU-Partnern konstituieren anspruchsvolle Kooperationsansätze.  Forschung  und Transfer werden somit als Internationalisierungsinstrumente etabliert.

Der geographische Focus der projektinvolvierten Partner liegt im Erasmus-Raum, die Einbindung  von Drittlandpartnern ist jedoch bereits realisiert und wird zukunftsbezogen weiterentwickelt. Ausländische Studierende mit dem Ziel eines Studienabschlusses und Austauschstudierende von  Partnerhochschulen, Studierende mit Migrationshintergrund und Studierende aller denkbaren unterrepräsentierten Gruppen sind explizit aufgefordert  an Transfer-  und Forschungsprojekten mitzuarbeiten.  Dabei liegt ein besonderes Gewicht auf der frühen Integration auch Studierender aus dem ersten Studienzyklus, um sie methodisch anzuleiten und Projekte durch deren interkulturelle, fachliche und sprachliche Kompetenzen um eine zusätzliche Erkenntnisebene zu erweitern. Für die Studierenden bedeutet dies eine bessere Integration in hochschulinterne Abläufe, einen qualitativen Ausbau ihrer Fach- und Sachkenntnisse und letztlich eine Steigerung ihrer Employability.  Internationale Lehrende von Partnerhochschulen werden ebenso in Transfer- und Forschungsprojekte eingebunden.

Als Ergänzung zu forschungsorientierten Aktivitäten wird ausländischen Austauschstudierenden im Rahmen des semesterbezogenen Lehrprojektes „Focus Europe“ ein englischsprachiges Programm mit unterschiedlichsten europarelevanten Vorlesungen und Exkursionen angeboten, welches mit  30 ECTS bewertet und zusätzlich zertifiziert wird.        

Kontakt

Kerstin Gallenstein, MA

Frau Kerstin Gallenstein

Leiterin Bereich Internationale Angelegenheiten
Erasmus Koordinatorin


Ernst-Boehe-Straße 4
D-67059 Ludwigshafen

A 210

+49 (0) 621/5203-187

kerstin.gallenstein@remove-this.hs-lu.de

Prof. Dr. Andreas Gissel, Vizepräsident für Internationales

Prof. Dr. Andreas Gissel
Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten

andreas.gissel@remove-this.hs-lu.de