Praxen der Migration und Soziale Arbeit - Konflikte lösen, Kompetenzen steigern, Handlungsräume nutzen

Theoretische Konzepte und Themen der Migrationsforschung

  • Politische, ökonomische und ethische Perspektiven auf Migrationsprozesse
  • Migration im Kontext von Rassismus, Geschlecht und Klasse
  • Perspektiven der Stadtforschung und citizenship studies

Fallanalysen und Reflexion aktueller Problemstellungen

  • Arbeitsfeldspezifische Konsequenzen von Migrationsbewegungen
  • Ansätze interkultureller Gesundheitsversorgung
  •  Gestaltung von Gemeinwesen und lokalen sozialen Infrastrukturen

Knowhow für die Beratung und Fallbearbeitung

  • Interkulturelle Kommunikation und Beratung
  • Aktuelles Asyl- und Ausländerrecht
  • Konflikte, Widersprüche und Handlungsspielräume

Fakten auf einen Blick

Beginn des Lehrgangs

Frühjahr 2019

Bewerbungsschluss

31. Januar

Bewerbungsverfahren

Per E-Mail

Zulassungsbeschränkt            

Ja

Gruppengröße

Maximal 15

Veranstaltungsort

Ludwigshafen

Präsenztage

10 Tage (vor allem: Freitag/Samstag)

Prüfungsart

Themenübergreifende Studienarbeit

Anerkennung            

Hochschulzertifikat mit 10 ECTS

Kosten

1.200,- €

Notunterkunft LU

Warum dieses Thema von Bedeutung ist

Situationen und Praxen der Flucht und Migration stellen ein gesellschaftspolitisches Schlüsselthema dar, das im Alltag nahezu aller Arbeitsfelder Sozialer Arbeit angekommen ist. Es geht zunehmend darum, das Thema Migration in Angeboten und Einrichtungen der Regelversorgung in allen Bereichen Sozialer Arbeit systematisch zu berücksichtigen und einen fachlich angemessenen Umgang mit den damit verbundenen Anforderungen zu finden. Dies bringt besondere Qualifikationsbedarfe für die in der Sozialen Arbeit beschäftigen Personen mit sich.

Welche Vorteile bietet der Zertifikatslehrgang?

  • Nutzen Sie unseren Raum zum fachübergreifenden Dialog. Diskutieren Sie mit Fachkollegen, Wissenschaftlern und Experten aktuelle Themen rund um Migration in der Sozialen Arbeit. Tauschen Sie sich über Organisations- und Arbeitsfeldgrenzen hinweg aus.
  • Erlangen Sie mehr Sicherheit und Kompetenz für die Praxis. Vertiefen Sie Ihre interkulturellen Kompetenzen und erhalten Sie wissenswerte Informationen zur aktuellen Rechtslage im Asyl- und Ausländerrecht.
  • Reflektieren Sie aktuelle Herausforderungen aus Ihrem Alltag. Im Rahmen des Lehrgangs können Sie eigene Fallbeispiele einbringen. Nutzen Sie die Gelegenheit gemeinsam mit Ihren Dozenten und Fachkollegen Lösungen und neuen Ansätzen zu finden.
  • Verankern Sie das Thema „Migration“ in Ihrer Einrichtung. Wir bieten Ihnen grundlegendes und anwendungsbezogenes Wissen. Nehmen Sie neue Perspektiven und konkrete Lösungsvorschläge mit in Ihren Alltag.
  • Profitieren Sie von einer wissenschaftlichen Weiterbildung. Erwerben Sie fundiertes Wissen auf Hochschulniveau – und lassen Sie sich dieses zertifizieren. Dabei erwerben Sie 10 ECTS-Punkte.
Notunterkunft LU 2

Ziele des Lehrgangs

Der Lehrgang erweitert und vertieft die im ersten Studienabschluss (Bachelor- oder Diplomabschluss) erworbenen (fach)wissenschaftlichen, forschungs- und handlungsmethodischen Kenntnisse und Kompetenzen in Bezug auf Praxen der Migration und Soziale Arbeit.

Sie lernen, wie Sie …

  • die Herausforderungen reflektieren, die Praxen der Migration an beruflichen Alltag in der Sozialen Arbeit stellen.
  • Widersprüche und Konflikte mit Blick auf Handlungsspielräume reflektieren und Handlungsstrategien entwickeln.
  • Konsequenzen der Migrationsbewegung und ihrer Bedeutung für die Soziale Arbeit arbeitsfeldspezifisch und übergreifend zu reflektieren.
  • die Bedeutung der kommunalen Gemeinwesen zur praktischen Gestaltung von Migrationspolitiken kennen.
  • Potenziale und Grenzen der Intervention im Feld der Flucht und Migration kontextbezogen einschätzen.
  • Rechtsfragen im Feld von Flucht und Migration einschätzen und Lösungsstrategien entwerfen können.

Studienorganisation und -aufbau

Der Lehrgang ist als einjährige Weiterbildung konzipiert. Innerhalb von zehn Präsenztage sowie im Selbststudium erwerben die Teilnehmenden anwendungsbezogene Inhalte.

Inhalte

  1. Politische und ökonomische Perspektiven auf Migrationsprozesse/ Lebenssituation von Migrant_innen in Deutschland
  2. Sozialphilosophische und ethische Perspektiven auf Migrationsprozesse
  3. Migration und im Kontext von Rassismus, Geschlecht und Klasse
  4. Gesundheitliche Ungleichheit und Migration, Barrieren im Gesundheitssystem und Ansätze interkultureller Gesundheitsversorgung
  5. Migrationsgeschichte (Optionale E-Learning Einheit)
  6. Reflexion des Verhältnisses Sozialer Arbeit zu Praxen der Migration und damit verbundener (institutionalisierter) Konflikte
  7. Auseinandersetzung mit aktuellen Aufgaben, Problemstellungen, Konflikten und Widersprüchen in verschiedenen Berufsfeldern Sozialer Arbeit / Fallanalysen
  8. Perspektiven und Befunde der Stadtforschung und citizenship studies
  9. Perspektiven/Ansätze der Gemeinwesenarbeit
  10. Interkulturelle Kommunikation und Beratung
  11. Asyl- und Ausländerrecht

Ansprechpartner

Dr. Thomas Wagner
Dr. Thomas Wagner
Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann
Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann

Dr. Thomas Wagner

+49 (0) 621/5203-540
+49 (0) 621/5203-569
thomas.wagner@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 hs-lu.de

Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann

+49 (0) 621/5203-553
+49 (0) 621/5203-569
hans.dallmann@ 8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8 hs-lu.de

 

Ihr ExpertInnenteam

Die Zertifikatsleitung

Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann

ist Experte für Ethik, systemtheoretische Ansätze und Migration. Er hat eine Professur für Theologie und Ethik an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein.

Dr. Thomas Wagner

ist Modulbeauftragter des Querschnittsmoduls Flucht und Migration der Hochschule Ludwigshafen am Rhein. Er publizierte mehrere Artikel und Fachbücher zum Themenfeld Migration und Soziale Arbeit.

Die Dozierenden

Prof. Dr. Ellen Bareis

ist Dekanin des Fachbereichs Sozial- und Gesundheitswesen der Hochschule Ludwigshafen. Ihr Schwerpunkt liegt unter anderem im Bereich der gesellschaftlichen Ausschließung und Partizipation.

Prof. Dr. Regina Brunnett

ist Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein. Sie ist Diplom-Soziologin und hat eine umfangreiche Expertise in den Themenfeldern soziale Ungleichheit von Gesundheitschancen sowie Diversität und Gesundheit. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehört Migration und Gesundheit sowie sowie interkulturelle Gesundheitsversorgung.

Prof. Dr. Jörg Reitzig

lehrt unter anderem auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit mit Migrantinnen und Migranten an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein. Er ist Diplom-Sozialökonom und -Volkswirt und hat eine umfangreiche Expertise in den Themenfeldern Sozialpolitik, -philosophie und soziale Sicherung.

Uli Sextro (LB)

ist landesweiter Referent für Flucht und Migration der Diakonie in Rheinland-Pfalz. Er studierte Politologie, Soziologe und Jura in Mainz, Magisterabschluss 1996. Seitdem hatte er verschiedene Tätigkeiten im Bereich Flucht und Migration, u.a. Verfahrensberatung in der Erstaufnahmeeinrichtung in Ingelheim, Abschiebungsbeobachtung am Flughafen in Düsseldorf und Beratung in der Abschiebungshaft in Ingelheim.

Brigitte Thalmann (LB)

ist Sozialarbeiterin und Diakoniewissenschaftlerin. Weiterbildungen in Sozialmanagement und Methoden der Beratung. Seit 1985 beim Diakonischen Werk Pfalz. Zunächst in der Beratung, 1994 – 2003 Fachreferentin für Offene Sozialarbeit, seit 2003 Mitglied der Geschäftsführung und Leitung der Abteilung Soziales und Freiwilligendienste.

Barbara Weiler

ist Sozialarbeiterin, Dipl. Pädagogin und Supervisorin. Sie ist im Bereich der Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Beratung tätig. An der Hochschule Ludwigshafen am Rhein lehrt sie im Studienbereich Soziale Arbeit und ist Leiterin des Masterstudiengangs Soziale Arbeit.